Landeskirchliche Gemeinschaft Märkisch-Hoffnungsland e.V.

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Informationen über die Geschichte unserer Gemeinschaft

Wurzeln - Stamm - Blüte - Frucht
Die Wurzeln der Gemeinschaft in Bad Freienwalde sind in der Erweckungsbewegung zu suchen, die in unserer Region u.a. adlige (d.h. auch einflussreiche) Familien ergriffen hatte. So begegnen uns beim Lesen der Chronik Namen von Menschen, die man als Stamm- Väter und - Mütter bezeichnen kann. Reich gesegnet durch einen Aufenthalt in Männedorf am Zürichsee bei Samuel Zeller, begann Frau A.von Hochstetter im Winter 1894 mit allabendlichen Andachten in ihrem Haus in der Sonnenburger Strasse in Bad Freienwalde. Obwohl dazu nicht ausdrücklich eingeladen, wurde, weiteten sich die Veranstaltungen schnell aus. Es war Blüte - Zeit im Reich Gottes. Die Evangeliumsverkündigung war einfach und schlicht; es kamen Menschen zum lebendigen Glauben. Ebenfalls in der Wohnung der Familie von Hochstetter hielt Jeanne Wasserzug (ehemalige Missionslehrerin in Tunis) eine "Damenbibelstunde" fiir gebildete. Auch dieser Dienst bewirktc Bekehrungen. Eine weitere Frucht war die Tatsache, dass aus diesem Kreis die finanziellen Träger der Reichgottesarbeit hervorgingen. Auch aus benachbarten Orten kamen Menschen zu den Versammlungen und zum Glauben an den Herren Jesus Christus. Frau von Hochstetter nahm Einladungen an, auch in den Ortschaften des Oderbruchs am Wort zu dienen. 1 898 wurde die Malche gegründet und Frau von Hochstetter als Hausmutter und Fr äulein Wasserzug . als Lehrerin dorthin berufen. Viele der Freunde folgten ihnen dorthin zu den sonntäglichen Bibelstunden ("Scheunenstunden"). Aber auch in Bad Freienwalde ging die Arbeit bald in diesem, bald in jenem Privathaus weiter. Der Zeitraum, der beide Weltkr-iege umfasst, hat sich, unter den politischen Gegebenheiten, auf die Arbeit rückläufig ausgewirkt. Die abgrundtiefen Nöte des Zusammenbruchs aber gebrauchte unser Gott zu einem neuerlichen Aufbruch. Durch die Flüchtlingswelle kamen aus dem Osten viele gläubige Geschwister und Familien, die hier geistliche Heimat fanden. Der erste Prediger nach 1945 war Bruder Fritz Ceskleba für Bad Freienwalde und Wriezen. Im November 1947 sind durch die Evangelisation von Bruder Eßliner viele Jugendliche und älterc Menschen zurn Glauben gekommen. Dies Erwachen hatte Ausstrahlungskraft bis Wriezen und Letschin.
WO VERSAMMELN WIR UNS?
Man bedenke, dass schon in den Dreissiger Jahren ein Baufond eingerichtet, ein Vertrag mit Wüstenrot geschlossen und ein Bauplatz zur Errichtung eines eigenen Hauses in der Wilhelm-, heute Goethestrasse, erworben wurde. Zuvor war unter Prediger Radke am 10. 10. 1931 die Gemeinschaft in das Vereinsregister unter dern Namen "Eben Ezer" eingetragen worden. Aus unerklärlichen Gründen kam es nicht zum Bau. Ca. 20 Jahre lang sind dann die Geschwister mit ihren Stunden herumgeirrt, bis endlich am 28.09. 1952 der Einzug in den Saal erfolgte, der zuvor "Herberge zur Heimat" und später Altersheim der Inneren Mission gewesen war. 1976 wurde der Gemeinschaft der Saal gekündigt. Es gelang aber das Verlassen des Saales noch ein Jahr hinauszuschieben. Am 31.12. 1977 zogen wir aus. Die lnnere Mission hatte nun Baufreiheit zur Kapazitätsemveiterung. Freundlich erlaubte uns die Malche, unser Mobiliar in ihren Häusern zu deponieren. Nach langen Bemühungen wurde uns vom Rat des Kreises "ein einfaches Projekt mit Flachdach" genehmigt. Der Bau sollte an der hinteren Giebelwand des Feierabendheimes Rosmarienstrasse erfolgen. Die Vorbereitungen zur Genehmigung und die Austührung des Baues (mitten in der DDR-Zeit!) sind nächst unserem Herrn Jesus besonders dem lnspektor Bruder Martens und dem Bruder Manfred Wähler zu verdanken. Im Zuge des Baues (in 9 Monaten) wurde voraussehend im grossen Saal 2 Pfeiler gesetzt, mit starken Trägern versehen, Dachplatten und ein wunderschöner Dachstuhl erstellt. Am 31 .05. 1981 erfolgte die Einweihung, des Saales. Von Seiten der Inneren Mission wurde in den Nachfolgejahren immer wieder Bauvorhaben er örtert. so da ss unser Dachausbau nicht genehmigt wurde. Um so mehr sind wir heute glücklich darüber, dass uns im November 1997 "grünes Licht" für den Dachausbau gegeben wurde. Die,jungen Brüder des neuen Vorstandes ( 1997) und die Gemeinschaft haben mit ihrem beruflichen Können und Einsatz die neue Aufgabe schon weit vorangetrieben. Nun beten wir darum, da ss es Gott gefalle, zu den räumlichen Erweiterungen auch eine geistliche Auswirkung der Arbeit für unsere Stadt und Umgebung zu schenken. Gemeinschaftsarbeit in der Gegenwart
Mit dem Jahr 1997 begann der momentane Abschnitt unserer Gemeinschaftsarbeit. Im Februar wählten die Mitglieder einen neuen Vorstand, Anfang April liess sich Prediger Frank Bruhn mit seiner Familie in unser Arbeitsfeld berufen und im November bekamen auch noch die Genehmigung das Dachgeschoss unseres Gemeinschaftshauses auszubauen. Unsere Gesamtarbeit kann man wohl in zwei Hauptbereiche gliedern. Zuerst geht es uns um den Gemeindebau quer durch alle Generationen und Strukturen. Und daneben stehen die Bauarbeiten an unserem Gemeinschaftshaus. Wir wollen die Baumassnahmen nun nicht weiter erläutern, sie spielen nur soweit eine wesentliche Rolle, da durch sie ein grosser Teil unserer Mitarbeiter voll ausgelastet und zum Teil schon überlastet ist. Trotzdem wird die Fertigstellung des ersten Bauabschnittes besonders von den Kindermitarbeitern sehnsüchtig erwartet, weil als erstes ein grosser Kinderarbeitsraum entsteht. Die geistliche Gemeinschaftsarbeit wird in der Gegenwart in folgenden Bereichen durchgeführt: Seniorenkreis - Gemeinschafts- Evangelisationsstunde am Sonntag - Bibelstunden - Hauskreise - Teeniekreis - Kinderarbeit Die einzelnen Kreise, besonders die altersorientierten, arbeiten selbständig. Alle verantwortlichen Mitarbeiter planen die laufenden Veranstaltungen und "verpflichten" je nach Bedarf den Prediger oder andere Mitarbeiter. Unsere beiden wöchentlichen Hauptveranstaltungen werden sehr traditionell durchgeführt. Der Ablauf der Bibelstunde in Verbindung mit unserer Gebetsstunde ergibt sich aus dem Querschnitt der Teilnehmer, welche zum grössten Teil Senioren sind. Seit Oktober 1998 nutzen wir eine Bibelstunde im Monat dazu, gemeinsam das Heilige Abendmahl zu feiern. Wir hoffen mit dieser Regelung eine seit langem geforderte Regelmässigkeit der Abendmahlsfeiern zu erreichen. Unsere Gemeinschaftsstunde am Sonntagnachmittag befindet sich im Wandel. Zwar überwiegt noch der Stundenablauf von eh und je, aber die Gemeinschaftsgeschwister sind sehr offen für Veränderungen und für kleine Experimente im Stundenablauf. Zur Jahreshauptversammlung 1998, am Anfang des Jahres, haben wir uns neu und ganz ernsthaft die Verbreitung des Evangeliums auf unsere Fahne geschrieben. Die Gemeinschaftspflege untereinander funktioniert sehr gut, doch wir möchten so gern noch viele andere Menschen mit der frohen Botschaft von Jesus Christus erreichen. So entwickelte der Vorstand gemeinsam mit unserem Prediger ein Konzept, ja eine richtige Vision für unsere längerfristige Arbeit. Wir begannen also damit in jedem Quartal eine Familienstunde zu gestalten, zu denen auch besonders eingeladen wurde. Das hört sich erst einmal nicht viel an, ist aber für die vorhandenen Mitarbeiter eine Menge zusätzlicher Arbeit. Und so staunten wir nicht schlecht, als sich eine ganze Reihe von Familien mit Kindern zu diesen besonderen Stunden einladen liessen. Mehrere Familien waren nun schon öfter bei uns zu Gast, darüber freuen wir uns sehr. Als besonders schwierig erweist sich die Pflege persönlicher Beziehungen zu den neu eingeladenen Familien. Unsere Mitarbeiterdecke ist eben noch zu dünn, um die Kontaktpflege optimal zu gestalten. Ein Problem, mit dem wir sicher nicht allein stehen. Im Rückblick und in der Analyse unserer ersten kleinen Schritte stellten wir fest, dass der beste Zeitpunkt Kontakte in der Gemeinschaft zu pflegen am Sonntag vor und nach der Stunde ist. Das bedeutet also, dass wir die vielen suchenden Familien öfter einladen müssen. Nun ist es schlecht möglich ständig nur kindergerechte Familienstunden zu halten. Damit wir auch die Eltern der Kinder mit dem Evangelium erreichen, brauchen wir Evangelisationsstunden mit aktuellen, ernsthaften Themen aus dem Alltagsleben von Familie, Partnerschaft und Beruf. Um solche Gelegenheiten zu schaffen, müssen wir die Möglichkeit haben, den Eltern die Aufsichtspflicht über ihre Kinder für die Zeit der Evangelisationsstunde abzunehmen. Und so schliesst sich der Kreis unserer Arbeitsaufgaben mit der Feststellung, dass wir unbedingt weitere Räumlichkeiten im Dachgeschoss unseres Hauses ausbauen müssen, um Evangelisationsstunden und Kinderstunden parallel und ungestört durchführen zu können. So sehen wir der Zukunft mit Spannung entgegen und freuen uns auf die Aufgaben, die uns unser Herr Jesus aufgibt. Sicher gäbe es noch viel mehr von unserer Gemeinschaftsarbeit und ihren jährlichen Höhepunkten zu berichten, von unserer traditionellen Busfahrt zum "Tag der Gemeinschaft" nach Berlin, den Jahresfesten, den Sommerfesten in Wölsickendorf, dem Treffen mit der Partnergemeinschaft aus Werdohl, von den Bezirkskonferenzen, den Erntedanksonntagen, den gerade begonnen Mitarbeiterschulungen, von Adventsfeiern, von musisch gestalteten Stunden und manchem mehr.